3 Mythen zum Thema richtige Trainingsintensität

Krafttraining in einem Fitnessstudio gehört so ziemlich zu den wirkungsvollsten Trainingsmethoden, mit denen Sie nicht nur etwas für Ihr Aussehen, sondern auch für Ihre allgemeine Fitness und Gesundheit tun können. Allerdings gibt es gerade hinsichtlich der idealen Trainingsbelastung einige Dinge, die leider sehr weit verbreitet sind, und die Ihr Training in keinster Weise voranbringen. Drei davon stellen wir Ihnen in diesem Artikel vor.

1) Spezielles Training für die Definition

Egal, ob Sie generell einfach abnehmen möchten, oder ob Sie nach einer sogenannten Massephase Fett abbauen und Ihren Körper definieren möchten, sollten Sie dies nicht tun, indem Sie mit höherer Wiederholungszahl und niedrigeren Gewichten trainieren. Ein solches Definitionstraining gibt es nicht.

Den Fettabbau steuern Sie über das Kaloriendefizit in Ihrer Ernährung, und nicht indem Sie bei Ihrem Workout nicht mehr Ihr Bestes geben. Bei einem hohen Kaloriendefizit kann zwar durchaus die Kraft beim Training etwas leiden, gezielt mit geringem Gewicht zu trainieren, geht jedoch zulasten Ihrer Trainingsfortschritte.

2) Frauen dürfen nur mit kleinem Gewicht trainieren

Eine der schlimmsten Erfindungen rund um das Thema Kraftsport sind ohne Zweifel diese kleinen bunten Gymnastikhanteln, die oft nur ein oder zwei Kilo wiegen. Gerade Frauen wird häufig empfohlen mit eben diesen zu trainieren. Schließlich sehen Frauen, die mit schweren Gewichten trainieren, spätestens nach einem halben Jahr wie ein Mann aus.

Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Tatsächlich ist es nämlich so, dass Frauen aufgrund Ihrer Hormone gar nicht in der Lage sind, so viele Muskeln aufzubauen, wie Männer das tun. Auch für die Fitness einer Frau gibt es kaum etwas Besseres als richtiges Krafttraining mit richtigen Gewichten. Das Ergebnis wird ein sportlicher, weiblicher Körper sein, auf den Sie stolz sein können.

3) Der Fettverbrennungspuls

Der letzte Fehler hat nicht direkt etwas mit Krafttraining, sondern mit Ausdauertraining zu tun. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass auch Sie schon mal etwas vom sogenannten Fettverbrennungspuls gehört haben. Dieser besagt, dass Sie Ihr Ausdauertraining bei einer moderaten Pulsfrequenz absolvieren sollten, da in diesem Bereich am meisten Fett verbrannt würde.

Auch das ist falsch. Mit steigendem Puls steigt zwar auch der prozentuale Anteil an Kohlenhydraten, die Ihr Körper zur Energiegewinnung nutzt, allerdings verbrauchen Sie gleichzeitig auch insgesamt mehr Kalorien und verbrennen so auch mehr Fett. Auch wenn es natürlich verlockend klingen mag, mit weniger Anstrengung mehr zu erreichen, macht es aus diesem Grund nur wenig Sinn bei Ihrem Ausdauertraining auf den Fettverbrennungspuls zu setzen.

Was Sie aus diesem Artikel mitnehmen sollten

Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit diesem Beitrag zeigen, dass eine zu geringe Trainingsintensität in den allermeisten Fällen nichts bringt. Egal, ob Ihr Ziel Muskelaufbau oder Fettabbau lautet, sollten Sie nicht dem Irrglauben erliegen, dass Sie mit weniger Anstrengung mehr erreichen können. Das gilt sowohl beim Kraft- als auch beim Ausdauertraining.