Wie lange sollte man trainieren?

Wer fit werden und vielleicht auch gerne ein paar Muskeln aufbauen möchte, für den ist die Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio in der Nähe eine gute Wahl. Hier kann man mit Gleichgesinnten trainieren und sich auch während des Trainings gegenseitig motivieren.

Allerdings sollte man bei aller Freude am Training nicht den Fehler machen, sein Workout endlos in die Länge zu ziehen. Insbesondere wenn man sich zwischendurch noch ein wenig unterhält, sind schnell zwei Stunden rum, bis die Trainingseinheit abgeschlossen ist. Das muss nicht sein, und kann den Trainingserfolg sogar stark behindern.

Warum zu lange Trainingseinheiten schädlich sind

Neben dem offensichtlichen Nachteil, dass man für ein zweistündiges Training sehr viel Zeit benötigt, gibt es aber noch einen anderen sehr viel wichtigeren Grund, warum man sein Workout möglichst kurz halten sollte.

Wenn man zu lange trainiert, beginnt der Körper nämlich damit seinen Testosteronspiegel zu senken und verfällt so schließlich in einen katabolen Zustand. Testosteron ist wichtig für den Muskelaufbau. Ist aufgrund der langen Trainingsdauer nicht mehr genug davon vorhanden, schüttet der Körper vermehrt Stresshormone aus und beginnt unter Umständen sogar damit Muskeln abzubauen.

Anstatt mit einem längeren Training also mehr Muskeln aufzubauen wird genau das Gegenteil erreicht. Zusätzlich steigt in diesem Zustand das Risiko sich zu verletzen stark an. Außerdem wird das Immunsystem ist geschwächt, weshalb man leichter krank wird, wenn man diesen Zustand regelmäßig verursacht.

Die ideale Trainingsdauer

Dieser katabole Effekt tritt ungefähr nach einer Stunde intensivem Training ein, weshalb es nicht ratsam ist länger als 45 bis 60 Minuten zu trainieren. Diese Zeit sollte für gewöhnlich auch mehr als ausreichend sein, um einen normalen Trainingsplan abzuarbeiten und alle Muskeln ausreichend zu fordern.

Sollte der verwendete Trainingsplan zu lang sein, sollte man im Zweifel lieber einige Übungen streichen und sich dafür darauf konzentrieren die verbleibenden Übungen mit maximaler Intensität zu absolvieren. Alternativ kann man natürlich auch zu einem komplett anderen Trainingsplan wechseln.

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man die vorgesehenen Übungen zügig abarbeitet, und auf größere Unterbrechungen durch Gespräche mit Bekannten und ähnliches verzichtet. Diese sollte man sich lieber für die Zeit nach dem Training aufsparen.

Ein kurzes aber intensives Training wird in Kombination mit ausreichender Zeit zur Regeneration jedenfalls für die besten Fortschritte beim Muskelwachstum sorgen. Weniger ist im Hinblick auf die Trainingsdauer also durchaus oft mehr.